Agrardiesel: Infos zur Antragstellung

Agrardiesel: Infos zur Antragstellung

Nachdem nun ab Mitte Januar alle Abrechnungen mit überbetrieblichem Dieselverbrauch für das letzte Jahr erfasst sein sollten, haben wir wieder die Kontrolllisten an alle Auftragnehmer mit der Bitte um Prüfung versandt. Wir bitten darum, diese zu überprüfen und uns innerhalb der genannten Frist zurückzumelden, wenn etwas nicht stimmen würde. Dies ermöglicht es uns, die Bestätigungen für die antragsberechtigten Auftraggeber wie gewohnt Mitte Februar zu versenden.

Der Zoll hat die Antragstellung zur Agrardieselrückvergütung für das Entlastungsjahr 2020 aufgrund rechtlicher Vorgaben überarbeitet. Die bisherige, gerne verwendete Hybrid-Antragstellung (Ausfüllen online, Erzeugen und Unterschreiben des komprimierten Antrags und anschließender Versand an die Agrardieselstelle) steht nicht mehr zur Verfügung.

Neu ist die Antragstellung über das BuG-Portal (Bürger- und Geschäftskundenportal).

Man kann sich im BuG Portal mit E-Mail Adresse und Passwort registrieren (vereinfacht oder regulär), um jedoch den Agrardieselantrag vollständig elektronisch abgeben zu können, ist ein ELSTER Zertifikat notwendig.

Wichtig: das ELSTER Zertifikat muss vor der Antragstellung hinterlegt werden. Es ist auch darauf zu achten, dass für den landwirtschaftlichen Betrieb ein sog. Organisationszertifikat erstellt wird.

Eine detaillierte Anleitung zur Erstellung des Zertifikats finden Sie hier.

Sie wurde uns von Lorenz Oberndorfer zur Verfügung gestellt.

 

Papierantrag weiterhin möglich

Für einen Übergangszeitraum von drei Jahren kann der Antrag alternativ noch in Papierform (komplett in Papier!) gestellt werden. Die Formulare 1140 und 1142 (Kurzantrag) im ausfüllbaren PDF Format sind sowohl bei uns als auch beim Zoll auf der Internetseite erhältlich. 

Hinweis bezüglich Betriebsübergabe

Findet eine Hofübergabe statt, so kann für den Zeitraum bis zum Übergabetermin noch mit dem Kurzantrag 1142 gearbeitet werden. Der Übernehmer hat den Erstantrag unbedingt mit dem ausführlichen Antrag 1140 zu stellen.

 

So helfen wir Ihnen bei der Antragstellung

Unsere bisherige Dienstleistung der „Ausfüllhilfe“ beim Agrardieselantrag ist im BuG Portal bis auf weiteres leider nicht mehr wie gewohnt möglich. Frühestens ab Mai 2021 wird es dann einen „Dienstleisterzugang“ zum jeweiligen BuG Account geben.
HZA Landshut, Postfach 1632, 94006 Passau
zu schicken

Gerne helfen wir beim Ausfüllen des Agrardieselantrags - wegen Corona bevorzugt telefonisch -  Wenn Sie Fragen haben, oder einen Termin vereinbaren wollen - rufen Sie uns an.

Das sollten Sie unbedingt parat haben:

  • Kopie des Antrags aus dem Vorjahr
  • Flächenänderungen (Flächennutzungsnachweis Mehrfachantrag)
  • Angaben zum Restbestand des 31.12. im Verbrauchsjahr
  • bei Dieselauto: gefahrene km im Verbrauchsjahr
  • Dieselrechnungen
  • Dieselverbrauchsbescheinigungen Lohnunternehmer/Maschinenringe
  • De minimis-Bescheide der letzten 3 Jahre!
    (De-minimis-Beihilfen nach der Verordnung (EU) Nr. 1407/2013, welche nicht durch das Hautpzollamt bzgl. Agrardiesel Forstverbrauch ausgestellt wurden - siehe auch DeMinimis Artikel)
  • Amtliche Kennzeichen aller landwirtschaftlichen Fahrzeuge!

beachten Sie bitte auch ...

Kennzeichen landwirtschaftlicher Fahrzeuge (Punkt 5.1)

Im aktuellen Agrardieselantrag müssen alle Amtlichen Kennzeichen der landwirtschaftlichen Fahrzeuge erfasst und angegeben werden. Bitte beachten Sie diese Änderung! Im online Antrag ist eine Antragstellung ohne diese Angaben nicht möglich, aber auch beim schriftlichen Antrag müssen diese neuen Angaben unbedingt gemacht werden.

Angaben Biogasanlagen (Punkt 3.5).

Diese Punkte sind nicht nur für Biogasanlagenbetrieber relevant, sondern auch für Lieferanten von Biomasse, also auch von normalen landwirtschaftlichen Betrieben entsprechend auszufüllen.

Wo bleibt mein Bescheid?

Wenn der Antrag auf Agrardieselvergütung soweit korrekt gestellt wurde und dieser vom Hauptzollamt ohne weitere Änderungen, oder Korrekturen genehmigt wurde, werden aktuell keine Bescheide mehr an die Landwirte gesendet. Falls ein Forstverbrauch angegeben wurde, muss jedoch eine De-minimis-Bescheinigung erstellt werden. Für den Auszahlungsbetrag des landwirtschaftlichen Verbrauchs bekommen Sie aber keinen Bescheid zugesandt.


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